Geschrieben von: Kadienor Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 20:02 Uhr
Was bisher geschah... (siehe auch Schwarzer Kristall 1)
Es geschah drei Sommer später, dass der Landvogt und Graf von Rothenfels erneut Gäste zu Hofe lud, diesmal auf seine Sommerresidenz. Er hatte unheilvolle Neuigkeiten: Es waren wieder kleine schwarze Kristalle aufgetaucht! Noch am selben Abend, als er seine Gäste empfing - viele darunter tapfere Helden, die vor drei Sommern mitgeholfen hatten, die okkulte Bruderschaft zu vernichten - wurde ein erstes Attentat auf ihn verübt. Der Kult war zurück!
Die Zeichen mehrten sich, als Gäste Zeugen dunkelster Rituale werden sollten, dass der Kult hier sein Werk beenden wollte. Doch der Graf hatte einen Plan. Er liess einen Gelehrten zu Hofe schicken, der die Lösung mit sich trug, dem Kult das Handwerk zu legen.
Der Gelehrte hatte Nachforschungen über den Kult gemacht und Interessantes herausgefunden: Belarion, der Hexenmeister, ist nie in das Reich des Todes übergetreten, sondern nur in die Zwischenwelt - eine Art Vorhof des Jenseits. Dort wartet er seit jeher auf Wiedererweckung. Und wehe, er kehrt zurück! Dann ist er fast unbesiegbar und könnte den Niedergang ganz Drakoniens bewirken.
Doch der Gelehrte enthüllte: Durch ein starkes Ritual mit elementarer Energie kann Belarion ins Jenseits geschickt werden. So begaben sich die Gäste des Grafen auf verschiedenste Queste, um Energien von allen fünf Elementen zu finden und zusammenzutragen.
Am Abend wurde besagtes Ritual durchgeführt, doch es sollte eine ungeahnte Wendung nehmen. Als das Ritual seinen Höhepunkt zu erreichen schien, offenbarten sich plötzlich Diener des Grafen als Kultisten. Der Gelehrte erkannte in diesem Moment, dass es die Kultisten auf Marissa abgesehen hatten und konnte sie just retten, doch er bezahlte mit seinem Leben für diese heldenhafte Tat. Es erhob sich dazu die geisterhafte Form Belarions, der von Hinnen wandelte, während seine Anhänger die erschrockenen Leute des Grafen angriffen. Diesen gelang es nach heftigen Kämpfen, die Angreifer zu besiegen und auch den Grafen und seine Tochter in Sicherheit zu bringen.
Doch was war geschehen? Im Nachhinein konnten des Grafen Leute die Wahrheit in Erfahrung bringen: Als der Landvogt vor drei Sommern den schwarzen Stein gesprengt hatte, wurde seine Kraft nicht zerstört - seine Energie wurde lediglich auf den Grafen und die anwesenden Gäste verteilt. Nur die okkulte Bruderschaft hatte Kenntnis dieser Tatsache. Der Graf wurde daher manipuliert, diese Gäste wieder einzuladen und dem Gelehrten wurde ein falsches Ritual zugespielt. Und den blutsverwandten Körper für Belarions Geist sollte niemand geringeres als die Tochter des Grafen persönlich liefern. Wie niederträchtig, den Grafen und seine Helden höchstpersönlich das Ritual durchführen zu lassen, das den Hexenmeister aus der Zwischenwelt heraufholen liess und die Tochter des Grafen zur Sklavin des Hexenmeisters machte!
Zum Glück hatte der Gelehrte Marissa davor bewahrt, dass Belarion von ihr Besitz ergriff. Aber es war noch nicht vorbei: Seine Anhänger versuchten mit einem Trick noch einmal, die Tochter des Grafen zu entführen und Belarion zu übergeben. Mit gemeinsamer Kraft konnten die Leute des Grafen diese Pläne durchkreuzen und mit einem Schutzzauber verhindern, dass Belarion je wieder diese Lande heimsuchen wird.
Doch ist damit das Ende der Geschichte noch nicht geschrieben. Denn der Geist Belarions wandelt nun in unserer Welt und wartet darauf, dass seine Jünger ihm zu neuer Macht verhelfen. Somit sind immer noch zwei grosse Taten zu vollbringen:
Es gilt, Belarion zurück in das Reich der Toten zu schicken!
Die Reste des Schwarzen Kristalls müssen vernichtet werden!